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Rückblick auf die 3. OSHOP-Konferenz 2026 in Halle

Am 23. und 24. September 2026 fand die 3. OSHOP-Konferenz an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg statt. Rund 130 Teilnehmende aus Deutschland und dem internationalen Umfeld kamen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen, Anwendungen und Perspektiven von Open Source Hardware auszutauschen.

Zwei Tage lang standen nicht nur Fachvorträge im Mittelpunkt, sondern vor allem der gemeinsame Austausch, das praktische Erproben und die aktive Beteiligung der Teilnehmenden. Damit wurde einmal mehr deutlich: Open Source Hardware lebt von Menschen, die Wissen teilen, gemeinsam entwickeln und Offenheit in der Praxis umsetzen.

Unterschiedliche Perspektiven auf Open Source Hardware

Die Keynotes der Konferenz zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig Open Source Hardware heute gedacht und eingesetzt wird.

Tobias Krüger vom Ministerium für Infrastruktur und Digitales Sachsen-Anhalt eröffnete mit dem Thema „Open Source in der Landesverwaltung“ eine Perspektive auf die Rolle offener Ansätze im öffentlichen Sektor.

Mit seiner Keynote „Why Open Source Hardware as a Business Foundation Is Not a Bad Idea“ zeigte Benedict Diederich von OpenUC2, welches Potenzial Open Hardware auch als Grundlage für tragfähige Geschäftsmodelle besitzt. Seine Begeisterung für das Thema und seine langjährige praktische Erfahrung machten deutlich, dass Open Source Hardware weit mehr als ein theoretisches Konzept ist.

Eine internationale Perspektive brachte Sid Drmay von der Open Source Hardware Association (OSHWA) ein. Für die Keynote „Open Source & Open Hearts“ wurde Sid in den frühen Morgenstunden aus Kanada digital zugeschaltet. Der Titel griff zugleich einen Gedanken auf, der die Konferenz in besonderer Weise prägte: Offenheit betrifft nicht nur Technologien und Lizenzen, sondern auch die Art, wie Menschen zusammenarbeiten, Wissen weitergeben und Gemeinschaft gestalten.

Weitere Keynotes widmeten sich konkreten Anwendungs- und Geschäftsmodellen. Thomas Megel stellte mit „OpenScan 5000+ 3D Scanner – Open Hardware as a Business“ den Weg von offener Hardware hin zu einem marktfähigen Produkt vor. Sara Diaz Rodriguez zeigte mit „Prototyping Textile Innovation with Open-Source Tools“, wie offene Werkzeuge neue Zugänge zu textiler Innovation ermöglichen können.

Damit reichten die Perspektiven von Verwaltung und Community über Unternehmertum und Geschäftsmodelle bis hin zu konkreten technologischen und kreativen Anwendungen.

Fachsessions mit großer thematischer Bandbreite

Auch die Sessions spiegelten die Vielfalt von Open Source Hardware wider. Die Beiträge reichten von Medizintechnik und IoT-Anwendungen über regulatorische Fragestellungen und Interoperabilität bis hin zu Wissensmanagement, zirkulärem Design, Geschäftsmodellen und Wissenstransfer.

Victoria Wenzelmann beleuchtete in ihrem Beitrag „From Devices to Systems: A Functional Perspective on OS Medical Hardware in Point-of-Care Manufacturing“ die Rolle offener Hardware in der Medizintechnik. Stefan Helmert berichtete unter dem Titel „IoT Monitoring Solution for Event Based Water Sample Collection – Lessons Learnt“ über praktische Erfahrungen aus der Entwicklung einer IoT-gestützten Lösung zur ereignisbasierten Wasserprobennahme.

Frithjof Göttmann widmete sich der Frage, wie Interoperabilität im Kontext europäischer Regulierung als Instrument für den Zugang zu Hardwarefunktionen verstanden werden kann. Holger Kienle und János Adelsberger stellten Ansätze für Open Source Knowledge Management in Open-Hardware-Communities vor.

Mit „IK3GO – 12 offene zirkuläre Design-Objekte und wie sie zusammenhängen“ brachte Lars Zimmermann die Perspektive des zirkulären Designs ein. Natalie Früholz und Dorothea Schneider beschäftigten sich mit Geschäftsmodellen für Open Source Hardware, während Albrecht Haag Strategien und Werkzeuge für den Transfer von Forschungsergebnissen im Open-Science-Kontext vorstellte.

Besonders lebendig wurden die Sessions durch die große Begeisterung der Vortragenden für ihre Themen. Einige Beiträge entwickelten sich weit über die reine Präsentation hinaus zu intensiven Diskussionen mit dem Publikum. Positiv hervorzuheben ist zudem die starke Beteiligung von Frauen in den Sessions und Workshops.

Eine Konferenz für Tüftlerinnen und Tüftler

Ein wesentliches Merkmal der OSHOP-Konferenz war erneut der hohe Praxisanteil. Open Source Hardware wurde nicht nur diskutiert, sondern unmittelbar ausprobiert, gebaut, gelötet, repariert, dokumentiert und weiterentwickelt.

Zu den zahlreichen Mitmachformaten gehörten unter anderem „MacroGoat your DIY Macropad“, die Workshops zur „Fairen Maus – Lieferkette bis Pull Request“, das „OSH Vacuum Project“, eine Einführung in Reflow- und SMD-Löten sowie Workshops zu frugaler und offener Innovation in der Medizintechnik.

Auch das OSHOP-Planspiel „How to Open Source Hardware“ kam zum Einsatz und ermöglichte den Teilnehmenden, sich spielerisch mit Geschäftsmodellen und Entscheidungsprozessen rund um Open Source Hardware auseinanderzusetzen.

Weitere Formate wie „Regional Impact through Open Source“, „Co-Creating OSH Period Cup“ oder „OSH neu gedacht“ setzten auf Co-Creation und direkte Beteiligung.

Besonders viel Dynamik entstand bei der „Rabenregatta – Wie man Selbstwirksamkeit erlebbar macht oder: Bau dein Boot, rette mein Dorf“. Hier standen kreatives Problemlösen, gemeinsames Bauen und praktisches Erleben im Vordergrund. Für zusätzlichen Spaß sorgte die Verleihung des bewusst nicht ganz ernst gemeinten „Titanic-Preises“.

Raum für Diskussion und neue Perspektiven

Neben Vorträgen und Workshops bot die Konferenz auch Raum für offene Diskussionen. Themen wie agentische 3D-KI und ihre möglichen Potenziale für Open Source Hardware, Designfragen im OSH-Kontext sowie übergreifende Fragestellungen zur Weiterentwicklung des Feldes wurden gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutiert.

Die von Martin Häuer geleitete Paneldiskussion bot darüber hinaus die Möglichkeit, unterschiedliche Erfahrungen und Standpunkte zusammenzuführen und zentrale Herausforderungen und Chancen von Open Source Hardware aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.

Gerade diese offenen Formate machten deutlich, dass Open Source Hardware nicht nur von fertigen Lösungen lebt, sondern auch vom gemeinsamen Nachdenken über offene Fragen, neue Technologien und zukünftige Anwendungsfelder.

Austausch auch außerhalb des Konferenzprogramms

Wichtiger Bestandteil der Konferenz war auch der persönliche Austausch abseits der Fachsessions. Beim Nett-Walking rund um die Burg in Halle konnten Gespräche aus den Sessions weitergeführt und neue Kontakte geknüpft werden.

Der gemeinsame Abend im Halleschen Brauhaus bot anschließend Raum für informellen Austausch, Vernetzung und neue Projektideen. Gerade diese persönlichen Begegnungen sind ein wesentlicher Bestandteil der OSHOP-Community und tragen dazu bei, dass aus einzelnen Kontakten langfristige Kooperationen entstehen können.

Open Hardware lebt von Gemeinschaft

Nach zwei intensiven Konferenztagen bleibt vor allem eines: Open Source Hardware ist weit mehr als eine technische Methode oder ein Lizenzmodell.

Es ist eine Haltung, die davon lebt, Wissen zugänglich zu machen, gemeinsam zu entwickeln, Erfahrungen zu teilen und andere dazu zu befähigen, selbst aktiv zu werden.

Die 3. OSHOP-Konferenz hat gezeigt, wie lebendig und vielfältig die Open-Hardware-Community inzwischen ist und wie viele unterschiedliche Akteurinnen und Akteure gemeinsam an offenen Lösungen arbeiten.

Ein großer Dank gilt allen Referierenden, Workshop-Leitenden, Teilnehmenden, Helferinnen und Helfern, Unterstützenden sowie dem Organisationsteam und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg für zwei intensive und inspirierende Tage.

Ebenso bedanken wir uns bei unseren Sponsoren PCBWay und iFixit Europe für ihre Unterstützung.

Ausblick

Nach Halle ist vor Dresden: Die nächste OSHOP-Konferenz findet am 8. und 9. September 2027 in Dresden statt.

Wir freuen uns bereits jetzt auf ein Wiedersehen und auf zwei weitere Tage voller Austausch, Ideen, gemeinsamer Entwicklung und Open Source Hardware.

Bildnachweise:
CC BY Paula Kalinowski, Instagram: @etc_kali
CC BY Luzi Reuleaux, Instagram: @lueaux

Auch in diesem Jahr ist die Girls' Day Akademie mit fünf Gruppen interessierter Mädchen ab Klasse 8 bei uns zu Gast. 

Gemeinsam mit Lars Zimmermann von IKEGO haben wir einen Workshop entwickelt, der Kreativität und MINT-Prinzipien vereint und dabei kollaborative und partizipative Denkweisen integriert: Die Mädchen sind nämlich nicht nur Teilnehmerinnen, sondern aktive Co-Gestalterinnen des Tetri-Wall-Organizers.
 

Aber was machen wir nun genau?


Der Tetri-Wall-Organizer ist ein modulares, zirkuläres System. Grundlage ist das Tetri-Board,  ein 3×3-Lochraster, das sich sowohl als Wall Organizer als auch als Bauteil für ganz verschiedene andere Produkte nutzen lässt. Auf dem Board lassen sich unterschiedlichste Bauteile befestigen: So wird aus einem Becher ein Lampenschirm, ein Stiftehalter oder eine Ablagefläche. Mit einem Gummiband oder einem Stück Seil entstehen zum Beispiel neue Verbindungen und alle Teile können so angepasst werden, wie sie gerade gebraucht werden.

Wie bei LEGO werden die Teile nicht weggeworfen, sondern weitergedacht, angepasst und neu kombiniert. Das ist das Prinzip von IKEGO, eine Kombination aus IKEA und LEGO: Aus einfachen Bauteilen entstehen genau die Dinge, die wir gerade brauchen.

Im Workshop bekommen die Mädchen eine Auswahl an Bauteilen zum Gestalten. Viele davon sind 3D-gedruckt, das Board selbst kommt aus dem Laser-Cutter. Alle Dateien sind, wie alle Produkte von IKEGO, als Open Source verfügbar und können frei angepasst und selbst hergestellt werden.

Doch der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Gemeinsam haben wir überlegt: Was haben wir noch zu Hause, das sich fürs Board nutzen lässt? Wäscheklammern, Einweckgläser, Stoffreste? Vielleicht findet sich ja auch noch etwas im alten Stabil-Baukasten?

Drei Workshops sind bereits gelaufen und es hat riesig Spaß gemacht! Den Mädchen fiel es unterschiedlich leicht, sich auf die Aufgabe einzulassen. Denn anders als im letzten Jahr, wo es einen Bausatz und eine Anleitung gab und „nur" etwas zusammengebaut wurde, gab es dieses Jahr weder Anleitung noch ein festes Ziel, außer: kreativ werden.

Und auch wenn es der ein oder anderen anfangs schwer fiel: Wir hatten genug Zeit, der Kreativität freien Lauf zu lassen. Links und rechts schauen, was die anderen machen. Sich austauschen und über lustige Kreationen lachen.
 

„Das ist cool, das probier' ich auch mal!" „Versuchs doch mal so!" „Hey, ich hab da noch ne bessere Idee!" „Warte, ich halte hier – und du machst das so!" „Hey, das ist ja schon Kunst!" „Ach, dafür ist das Teil gedacht!"


Die entstandenen Ideen werden bald alle auf der IKEGO-Webseite als Inspiration für alle veröffentlicht, die den Tetri-Wall-Organizer selbst ausprobieren möchten.

Wie geht es für OSHOP weiter? Wir planen aufbauende Workshops: Nicht nur die vorgegebenen Teile nutzen, sondern selbst entwickeln, anpassen und herstellen. Materialien hinterfragen, Nachhaltigkeitsaspekte mitdenken. Von der Werkbank in den Alltag und von der Schule in den Berufsalltag: Wir wollen Open Source Hardware als Denk- und Arbeitsweise in Unternehmen etablieren.  

 

 

Girls' Day Akademie zu Besuch bei OSHOP
Machen. Ausprobieren. Nochmal von vorn!

Open Source Hardware ist ein bisschen wie eine gute Beziehung. 
Transparenz hilft. Kommunikation auch. Und man teilt Dinge.

Klingt gut, ist aber in der Praxis alles andere als trivial.
Denn vielen fällt der Einstieg in Open Source Hardware (OSH) schwer.
Typische Fragen sind:
• Welche Lizenzen nutze ich?
• Wie viel Dokumentation ist notwendig?
• Was passiert mit meinem Wettbewerbsvorteil, wenn ich Wissen teile?
• Wie lassen sich Geschäftsmodelle mit offenen Ansätzen verbinden?
• Wie bindet man Communities sinnvoll ein?

Und genau hier wird es herausfordernd:
Offenheit bedeutet nicht automatisch Einfachheit – sondern oft auch mehr Abstimmungsaufwand, neue Denkweisen und Unsicherheit.

Vielleicht liegt eine Einstiegshürde auch im Begriff selbst.
„Open Source Hardware“ klingt kompliziert und sehr nach Softwareentwicklung. Dabei ist die Idee eigentlich einfach: Hardware mit offenen Bauplänen, die gemeinsam weiterentwickelt werden kann.

Die Frage ist also weniger was Open Hardware ist – sondern wie man sinnvoll damit arbeitet.
Genau hier setzt ein neues Transferformat aus dem OSHOP-Netzwerk an:

„How To: Open Source Hardware“ – eine Workshopreihe für Unternehmen
Die Workshopreihe unterstützt Teams dabei, OSH zu verstehen und auf den eigenen Kontext zu übertragen. Gemeinsam wird ein konkreter Anwendungsfall entwickelt und entlang des Produktlebenszyklus durchdacht. Ein zentrales Element ist ein Planspiel.

Das Open Source Hardware Planspiel
Teilnehmende arbeiten mit Fragekarten und Perspektivwechseln an ihrem Use Case und erkunden:
- Open Hardware entlang des Produktlebenszyklus
- Co-Creation mit Communities
- Nutzung globalen Innovationswissens
- neue Wertdimensionen durch offene Ansätze
Der spielerische Rahmen hilft, komplexe Fragen gemeinsam zu diskutieren und unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen, von technischen Aspekten bis hin zu Geschäftsmodellen.

Offenheit kann ein Wettbewerbsvorteil sein – muss es aber nicht automatisch.
Richtig eingesetzt ermöglicht sie z. B.:
• schnelle Entwicklung von Demonstratoren und Prototypen
• frühes Feedback durch Nutzer
• gemeinsame Weiterentwicklung von Produkten

Erste Tests mit Startups wie allpacka zeigen:

Der spielerische Zugang baut Hemmschwellen ab und stößt Diskussionen an – gerade bei einem Thema, das viele zunächst kritisch sehen.

Die Spielkomponenten sollen künftig über 3D-Druck hergestellt werden, sodass das Planspiel dezentral reproduziert und weiterverbreitet werden kann - natürlich ganz im Sinne von Offenheit.
Denn manchmal braucht ein komplexes Thema einen anderen Zugang.
Oder anders gesagt: Hardware wird zu Heartware.

Wer tiefer einsteigen möchte, findet hier die Veröffentlichung des Planspiels auf Zenodo. 
 

How to: Open Source Hardware 

Letzte Woche waren zwei 8. Klassen des Gymnasiums Dresden Klotzsche zu einem Open Source Hardware Workshop zu Besuch. Im Mittelpunkt: die KlikKlak-Taschenlampe – ein OSH-Projekt der Kunsthochschule Halle aus 3D-gedruckten Bauteilen. 🖨️

Die erste Aufgabe war es, sich die Teile mithilfe der Anleitung aus einer Box herauszusuchen und selbständig zusammenzubauen. Die Teile wollten nicht immer so, wie die Schülerinnen und Schüler es wollten. Filament musste von Drucküberschüssen befreit werden, Batteriepole wollten richtig gesetzt werden und manche Teile mussten mehrfach gebeten werden sich richtig zu fügen. Die Frustrationstoleranz wurde durchaus auf die Probe gestellt. 

Am Ende waren alle erfolgreich und alle Taschenlampen leuchteten. 💡 

Doch darum ging es uns nicht allein.

Anhand dieses Produktes haben wir anschließend den gesamten Produktlebenszyklus betrachtet. 

♻️ Was bedeutet Nachhaltigkeit – und erfüllt dieses Produkt die Anforderungen?

🔧 Wie repariert man etwas, das man wirklich versteht?

🗑️ Was passiert mit dem Produkt, wenn es nicht mehr gebraucht wird?

🖨️ Welche Rolle spielt 3D-Druck, welche Chancen und Grenzen gibt es?

🌱 Wie kann das Produkt sinnvoll weiterentwickelt werden?

🔓 Und: Warum macht Open Source den Unterschied?

Fazit aus unserem Workshop: Ein Produkt, das Open Source ist, lässt sich nicht nur leichter reparieren und recyclen, sondern auch einfacher an neue Anforderungen und Materialien anpassen. 

Open Source Hardware ist kein technisches Detail – es ist ein nachhaltiges Prinzip, das andere befähigt, eigenständig aktiv zu werden. 🌱

 

🙌 Der Austausch mit den Jugendlichen zu diesen Themen hat gezeigt: Das Interesse und das Verständnis für nachhaltige Produktgestaltung sind da – man muss sie nur ansprechen.

 

Workshop Rückblick: Open Source Hardware, Nachhaltigkeit und eine Taschenlampe 

Die Open Source Hardware Konferenz geht in die dritte Runde: Am 23. und 24. September 2026 heißt
Halle (Saale) die Community rund um offene Hardware unter dem Motto „Open your heart to
Open Hardware“ willkommen. Nach den erfolgreichen Ausgaben in Dresden und Chemnitz bringt die Konferenz 
erneut Forschende, Unternehmen, Maker, offene Werkstätten und weitere Interessierte zusammen, um aktuelle Entwicklungen, Best Practices und Zukunftsperspektiven zu Open Source Hardware zu diskutieren.

 

Ab sofort ist der Call for Participation geöffnet: Eingereicht werden können Beiträge für wissenschaftliche Paper, Erfahrungsberichte aus der Praxis, Workshops, Diskussionsrunden sowie Show-and-Tell-Formate mit Demonstratoren. Angesprochen sind Personen und Teams, die ihre Projekte, Forschungsergebnisse oder Transferideen im Bereich Open Source Hardware teilen und gemeinsam weiterdenken möchten. Weitere Informationen zu Themenfeldern, Fristen und Einreichungsmodalitäten finden sich auf der Konferenzwebseite des OSHOP‑Netzwerks.

OSHOP-Konferenz 2026: Dritte Runde in Halle (Saale) – Call for Participation geöffnet!

Sprecherin Cäcilia bei dem Transferpreis 2026 in Dresden

OSHOP beim               Transferpreis 2026 der HTW Dresden

Beim diesjährigen Transferpreis der HTW Dresden hat unser Team den Transfer-Workshop
„How to Open Source Hardware“ vorgestellt. Dabei waren wir unter den sieben Finalisten-Teams, die ihre Ideen in einem kurzen Pitch einer Jury präsentieren durften.

 

Der Transferpreis zeichnet Projekte aus, die Forschungsergebnisse erfolgreich in die Praxis bringen. Genau dort setzt auch unser Ansatz an. Mit unserem Workshop-Format unterstützen wir kleine und mittlere Unternehmen dabei, das Potenzial von Open Source Hardware für ihre eigene Innovationsarbeit zu entdecken und nutzbar zu machen. Ziel ist es, komplexe Themen verständlich aufzubereiten und gemeinsam mit Unternehmen konkrete Anwendungsmöglichkeiten zu entwickeln. 

Im Workshop kommen verschiedene Methoden zusammen: Kreativitätstechniken zur Ideenfindung, strukturierte Analyseinstrumente und ein eigens entwickeltes Planspiel. In mehreren Terminen entstehen so Schritt für Schritt konkrete Open-Source-Hardware-Use-Cases, die sich an den realen Herausforderungen der Unternehmen orientieren. 

 

Unser Workshop ist aber nicht allein für die Vermittlung von Open Source Hardware nützlich, sondern kann für jedes komplexe Forschungsthema angewandt werden. Wir haben damit ein universelles
Transfer-instrument entwickelt: für alle, die ihre Forschung mit einfachen Mitteln anwendernah transportieren wollen. 

Schon die Vorbereitung auf den Pitch war für unser Team ein spannender Prozess. In wenigen Minuten zu erklären, wie aus komplexer Forschung ein praktisches Workshop-Format wird, ist gar nicht so einfach. Dieser Prozess hat uns sehr geholfen, die zentralen Elemente unseres Projekts noch einmal klarer herauszuarbeiten.

 

Mindestens genauso wertvoll wie die Arbeit am Pitch war der Austausch rund um die Veranstaltung.
Die vorgestellten Projekte zeigten wie vielfältig Wissenstransfer aus Hochschulen aussehen kann.
In Gesprächen mit anderen Teilnehmenden, Jurymitgliedern und Gästen entstanden Diskussionen und auch erste Ideen für mögliche zukünftige Kooperationen.

Auch wenn wir am Ende nicht zu den Preisträgern gehörten, war die Teilnahme am Transferpreis weit mehr als ein Wettbewerb für uns: Er war eine Gelegenheit, OSHOP sichtbar zu machen, Feedback zu erhalten und neue Perspektiven kennenzulernen. Wir freuen uns darauf, die entstandenen Kontakte und Ideen weiterzuverfolgen.

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